Sanfte Macht hat Vorrang
Der technologische Schwerpunkt vieler Smart-City-Projekte liegt auf Top-down-Innovationen, wobei die Rolle, die die Bürger bei der Verbesserung ihrer lokalen Gemeinschaften spielen können, außer Acht gelassen wird. Top-down-Innovationen sind zwar wichtig, berücksichtigen aber oft nicht die Bedürfnisse der Bürger und dienen daher möglicherweise nicht ihren Interessen. In vielen bürgernahen Produktpräsentationen werden die Bürger als passive Konsumenten städtischer Dienstleistungen und als Erzeuger von Daten wahrgenommen. Bemerkenswert ist die Aussage eines Kommunikationsspezialisten, der an einem Verkehrsentwicklungsprojekt arbeitete: "Es gibt ein kleines Problem. Wir mussten die Einwohner über unsere Pläne informieren, und ihre zukünftige Zustimmung zu allen Schritten war ein wesentlicher Bestandteil davon". Dies ist eine häufige Geschichte, wenn Stadtverwaltungen auf eine Verbesserung der Hardware abzielen, während die Menschen einfach nicht verstehen, was und wie sie diese nutzen sollen. In einer kürzlich durchgeführten Studie empfiehlt das Beratungsunternehmen Gartner den Kommunalverwaltungen, sich mit den Bürgern auseinanderzusetzen, um ihre Bedürfnisse zu ermitteln, bevor sie Millionen in Smart-City-Programme investieren.