Während der Europäischen Woche der Regionen und Städte veranstalteten die ersten drei Projekte für intelligente Städte und Gemeinden GrowSmarter, Remourban und Triangulum, die vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union finanziert werden, die Sitzung "Vom Traum zur Wirklichkeit: Erfahrungsaustausch mit führenden europäischen intelligenten Städten", an der mehr als 150 Teilnehmer teilnahmen.

Das Ziel dieser gemeinsamen Sitzung war es, die wichtigsten Ergebnisse zu präsentieren und Erfahrungen aus fünf Jahren Smart-City-Projekten in verschiedenen europäischen Regionen auszutauschen, wobei sowohl die technischen als auch die politischen Aspekte der Schaffung von Smart Cities im Mittelpunkt standen.

"Die europäischen Smart Cities haben einen langen Weg zurückgelegt, seit unsere Projekte vor fünf Jahren begonnen haben, und wir haben eine Menge Erfahrung gesammelt. Remourban, Triangulum und GrowSmarter haben viele der 'Do's and Don'ts' von Smart Cities durchgespielt und ein Verständnis dafür entwickelt, wie die Politik verändert werden kann, um die Entwicklung intelligenter und nachhaltiger Städte zu unterstützen und dazu beizutragen, die lokalen und europäischen Klimaziele zu erreichen", sagt Gustaf Landahl, Projektkoordinator von GrowSmarter.

Hochrangige Politiker aus fünf der Leuchtturmstädte diskutierten darüber, was auf EU-Ebene erforderlich ist, um eine erfolgreiche Nachahmung in der Zukunft zu ermöglichen. Der allgemeine Konsens dieses Panels war, dass europäische Unterstützung notwendig ist, um lokale Initiativen auf den Weg zu bringen.

Die Koordinatoren aller drei Projekte stellten ihre wichtigsten Erfolge in den Bereichen Energie, Mobilität und IKT vor. Lisa Enarsson von der Stadt Stockholm (GrowSmarter) zeigte beispielsweise, dass es tatsächlich möglich ist, den Energieverbrauch eines Wohngebäudes aus den 1960er Jahren um 80 % zu senkendurch eine neue Isolierung, vierfach verglaste Fenster sowie intelligente Lüftungs- und Abwassersysteme. Miguel Ángel García Fuentes, Koordinator von Remourban, sprach über Mobilität und die Arbeit der Stadt Nottingham, die die größte Flotte von Elektrobussen in Europa einführt.

Detaillierte Einblicke in die tägliche Arbeit in den Städten gewährten die insgesamt sechs Standortleiter aus den verschiedenen Leuchtturmstädten der drei Projekte. Sie präsentierten die größten Erfolge, aber auch die schwersten Misserfolge an ihren jeweiligen Demonstrationsstandorten. Gerd Seehuus von der Stadt Stavanger (Triangulum) demonstrierte unter anderem die enormen Energieeinsparungen, die durch die Entwicklung einer zentralen Energieanlage auf der Basis von 100 % erneuerbarer Energie erzielt wurden, die nun drei Verwaltungsgebäude sowie das öffentliche Schwimmbad der Stadt beheizt (und kühlt!) und damit seit ihrer Einführung im Jahr 2017 bereits über 1000 Tonnen CO2 einsparen konnte.

Ein wichtiges Ergebnis dieser gemeinsamen Sitzung von GrowSmarter, Remourban und Triangulum war die gemeinsame Erstellung folgender Dokumente durch die drei Projekte ein Strategiepapier erstellt, das die Erfahrungen und Erkenntnisse aus fünf Jahren Smart-City-Implementierung zusammenfasst. Die Reihe politischer Empfehlungen baut auf den gemeinsamen Erfahrungen auf, um andere EU-Städte bei ihrem Übergang zu intelligenten und nachhaltigen Städten und Gemeinden zu unterstützen.