Die jüngste UN-Klimakonferenz, COP28, fand vom 30. November bis 12. Dezember 2023 in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), statt. Sie bot eine Gelegenheit, das Pariser Abkommen zu aktivieren und die Maßnahmen zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu verstärken. Am siebten Tag der COP28, dem 06. Dezember, verlagerte sich der Schwerpunkt von globalen Diskussionen auf lokale Aktionen.

Der Multilevel Action, Urbanization & Built Environment/Transport Day zeigte das Potenzial für wirkungsvolle Veränderungen in Richtung einer nachhaltigen Zukunft durch die Zusammenarbeit und das Engagement von lokalen und regionalen Regierungen, nationalen Behörden, Gemeinden und dem privaten Sektor.

Ein Höhepunkt war das Ministertreffen zu Urbanisierung und Klimawandel, an dem über 1.000 Minister, Bürgermeister, Gouverneure, Finanzinstitutionen und nichtstaatliche Akteure teilnahmen. Das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen waren 10 auf mehrere Ebenen ausgerichtete Aktionen, die ein einheitliches politisches und finanzielles Konzept für eine nachhaltige Stadtentwicklung veranschaulichen. Besonders hervorzuheben ist, dass 66 Länder ihre Unterstützung für die Coalition for High Ambition Multilevel Partnerships (CHAMP) zum Ausdruck brachten, die sich für eine integrative Entscheidungsfindung im Klimabereich und für naturverträgliche Stadtpläne einsetzt. Das Treffen zielte auch darauf ab, subnationale Beiträge in die anstehenden Nationally Determined Contributions (NDCs) zu integrieren und die Finanzierung lokaler Maßnahmen mit der globalen Bestandsaufnahme abzustimmen.

Bei den Diskussionen über die Urbanisierung wurden die Städte als Drehscheiben für Klimalösungen hervorgehoben. Die Initiativen konzentrierten sich auf umweltfreundlichere urbane Mobilitätssysteme, kohlenstoffarme gebaute Umgebungen und die Umgestaltung von Produktions- und Verbrauchssystemen. Programme wie die Waste to Zero-Koalition und die Waste MAP unterstrichen die Dringlichkeit eines effektiven Abfallmanagements und von Dekarbonisierungsmaßnahmen. Darüber hinaus betonten Initiativen wie die Sharm El-Sheikh Adaptation Agenda die Notwendigkeit, die Widerstandsfähigkeit von Städten gegen klimabedingte Schocks zu stärken, während die African Cities Water Adaptation Platform die Bedeutung der Widerstandsfähigkeit von Wasser betonte. Darüber hinaus wurden Programme diskutiert, die darauf abzielen, die Verabschiedung von Strategien zur Förderung der 15-Minuten-Städte bzw. der Nahbereichsplanung zu beschleunigen.

Die Diskussion über bebaute Umwelt und Verkehr konzentrierte sich auf die entscheidende Rolle von Verkehr und Infrastruktur bei der Erreichung der Netto-Null-Ziele. Es wurden bedeutende Fortschritte bei der Dekarbonisierung von Industrien sowie Strategien zur Umgestaltung des Straßen- und Stadtverkehrs angekündigt, die im Rahmen des Cement and Concrete Breakthrough (Zement und Beton ) der VAE und Kanadas, des Buildings Breakthrough (Gebäude) Frankreichs und Marokkos sowie des Road Transport Breakthrough (Straßenverkehr) Großbritanniens, der USA, Indiens und der Breakthrough Agenda vorgestellt wurden. Darüber hinaus boten die Zusagen für nachhaltige Verkehrsstrategien handlungsrelevante Erkenntnisse zur Verbesserung der Mobilität und der Nachhaltigkeit der Infrastruktur in städtischen Gebieten, mit dem Ziel, sicherere, gesündere und ökologisch nachhaltige Städte zu entwickeln. Zu den wichtigsten Themen gehörten Verkehrsintegration, elektrische und gemeinsam genutzte Mobilität, aktive Mobilität, sauberere Kraftstoffe und wasserstoffbasierte Schifffahrt.

Der siebte Tag untersuchte auch die Rolle der Technologie bei der Milderung der Umweltauswirkungen des Verkehrs, hob mit dem Global Youth Statement die Beteiligung der Jugend am Klimaschutz hervor und untersuchte das Thema KI für technische Lösungen im Bereich Klima. Außerdem wurde die SAFE-Initiative angekündigt, mit der 10 Milliarden Dollar für eine klimafreundliche Landwirtschaft mobilisiert werden sollen, um die Ernährungssicherheit, den Lebensunterhalt und die Schaffung grüner Arbeitsplätze in den Regionen Afrikas und des Nahen Ostens zu verbessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die wichtigste Erkenntnis dieses Tages war, wie wichtig Partnerschaften und die Abstimmung der Politik über alle Sektoren und Ebenen von Regierung und Gesellschaft für wirksame Klimaschutzmaßnahmen sind.

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